Palettenreinigung
Hardware

Kleine Details wie die IP-Schutzklasse entscheiden oft darüber, ob eine RFID-Lösung im Alltag stabil läuft – genau dort lohnt sich ein genauer Blick.

 

Wenn die Technik baden geht

Es klingt nach einem kleinen Detail, kann aber über den Erfolg oder Misserfolg einer RFID-Lösung entscheiden: die richtige Wahl der IP-Schutzklasse.

Werden Hardware oder Transponder nicht passend zu den realen Umgebungsbedingungen ausgewählt, kann dies im Betrieb zu erheblichen Schwierigkeiten führen. Von Störungen durch ungünstige Materialeinflüsse über beschädigte Geräte bis hin zu kompletten Systemausfällen. Solche Situationen gefährden die angestrebte Prozessstabilität und erhöhen den Aufwand, anstatt ihn zu reduzieren. Um diese Risiken zu vermeiden, ist es sinnvoll, schon vor der Implementierung auf die Erfahrung eines Integrators zu setzen. Dieser erkennt mögliche Stolpersteine frühzeitig, bewertet die Einsatzbedingungen realistisch und stellt sicher, dass die gewählten Komponenten im späteren Live-Betrieb zuverlässig funktionieren.

SIGMA hat bereits unter den schwersten Bedingungen RFID-Systeme erfolgreich zum Einsatz gebracht (Gießereien, Lackierstraßen, Outdoor-Staplersysteme, …) und greift dabei auf langjährige Erfahrung zurück, damit Systeme auch nach der Einführung wie ein Fels in der Brandung stehen und zuverlässig ohne Ausfälle arbeiten.

Das Problem mit KLTs und Waschstraßen

Ein klassisches Beispiel findet sich in der Produktion und Intralogistik bei Kleinladungsträgern (KLTs). Diese Behälter durchlaufen in vielen Unternehmen regelmäßige Reinigungsprozesse teilweise täglich, teilweise im Rhythmus von mehreren Wochen. RFID-Labels oder Transponder, die nicht auf diese Belastungen ausgelegt sind, lösen sich schnell ab oder werden durch Hochdruckreiniger und Chemikalien zerstört.

Das Ergebnis: Statt automatisierter Identifikation müssen Kisten neu gekennzeichnet werden, Retouren häufen sich, und das System verliert seinen Nutzen.

Solche Risiken vor einem Projekt zu erkennen ist hier entscheidend und Bedarf einer ausführlichen Beratung durch einen erfahrenen Systemintegrator.

Outdoor-Herausforderungen: Verladerampen im Fokus

Auch bei der Platzierung von RFID-Antennen und Readern im Bereich der LKW-Verladung ist die IP-Schutzklasse entscheidend. Verladerampen sind naturgemäß ein Grenzbereich zwischen Innen und Außen: Wind, Regen, Schnee und Frost treffen hier regelmäßig auf die Technik. Viele Reader sind standardmäßig nur mit IP40 zertifiziert und damit für den geschützten Indoor-Einsatz gedacht.

Wer solche Systeme im Außenbereich installiert, spart zwar kurzfristig Kosten, riskiert aber Ausfälle nach wenigen harten Wintermonaten. Für Outdoor-Umgebungen sollte auf IP67 gesetzt werden, um die Lebensdauer und Verfügbarkeit sicherzustellen.

Industrielle Belastungen: Staplersysteme für den täglichen Einsatz

In Produktions- und Logistikumgebungen sind RFID-Systeme oft starken mechanischen Belastungen ausgesetzt. Terminals, Reader und Sensoren müssen Erschütterungen aushalten, während Kabel und Antennen so installiert werden, dass sie weder durch bewegliche Behälter noch durch Gabelstapler-Masten beschädigt werden. Gleichzeitig wirken Öl, Staub und Schmutz auf die Geräte ein. Das sind Faktoren, die die Funktionsfähigkeit stark beeinträchtigen können.

Wer hier auf ungeeignete Hardware oder ungeprüfte Installationen setzt, riskiert Ausfälle und höhere Betriebskosten. Eine stabile RFID-Installation erfordert deshalb geprüfte Schutzklassen, robuste Befestigungslösungen und vor allem Erfahrung in der Planung und Umsetzung. Nur so bleibt das System zuverlässig im täglichen Einsatz.

Langlebigkeit zahlt sich aus

Projekte werden meist auf mehrere Jahre kalkuliert, oft auch mit klar definiertem Return on Investment (ROI). Ein frühzeitiger Hardwareausfall kann hier ganze Kalkulationen ins Wanken bringen. Deshalb lohnt es sich, auf robuste Systeme zu setzen, die eine hohe MTBF (Mean Time Between Failures) aufweisen.

Ein Beispiel: Reader der 4500-Serie von KATHREIN Solutions bieten ein MTBF von über 11 Jahren. Das bedeutet, dass die durchschnittliche Betriebsdauer ohne Ausfall weit über dem häufig kalkulierten ROI von 3 Jahren liegt, was viele Unternehmen in ihrer Projektplanung ansetzen. Solche Systeme laufen im Dauerbetrieb oft fünf Jahre oder länger ohne nennenswerten Wartungsaufwand, abgesehen von gelegentlichen Firmware-Updates.

Fazit: Planung ist entscheidend

Ob Behälterreinigung, Outdoor-Verladung oder raue Produktionsumgebungen, die Wahl der richtigen IP-Schutzklasse ist kein Randthema, sondern essenziell für eine stabile RFID-Lösung. Nicht jedes RFID-Gate ist gleich, und oft sind es die kleinen Details wie Kabel mit der passenden Schutzklasse, die über die Zuverlässigkeit im Betrieb entscheiden.

Die SIGMA Chemnitz unterstützt Unternehmen bei der Hardwareplanung und Evaluierung solcher Projektrisiken. Mit unserer Erfahrung in zahlreichen Projekten helfen wir Ihnen, die richtige Technologie für Ihre Umgebung zu wählen und so langfristig störungsfreie Prozesse sicherzustellen.

Viktor Wagner

Viktor Wagner

Geschäftsleitung

Viktor Wagner bringt 12 Jahre Erfahrung als Digitalisierungsexperte bei SIGMA Chemnitz mit. Sein Fachwissen umfasst unter anderem RFID-Anwendungen, die Planung und Machbarkeitsbewertung von RFID-Projekten, die Entwicklung individueller Lösungen sowie den Vertrieb von Software-Lösungen.

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