Wer an Umweltschutz denkt, hat oft Bäume, Solaranlagen oder Elektroautos vor Augen – aber selten Produktionshallen oder Logistikzentren. Dabei schlummern genau hier riesige Potenziale für nachhaltigere Prozesse! RFID-Technologie ist eine dieser Lösungen, die nicht nur Prozesse effizienter machen, sondern auch die Umwelt spürbar entlasten.
Minimierung von Produktionsabfällen und Papieren durch smarte Kennzeichnung
In vielen Unternehmen werden Produkte und Materialien immer noch händisch mit Papieretiketten versehen oder mit gedruckten Aufträgen durch die Produktion begleitet. Das Problem? Papierverbrauch ohne Ende – und ständige Neukennzeichnung bei Verlust oder Verschmutzung.
Mit RFID kann dieser Kreislauf durchbrochen werden: Ein einziges, langlebiges RFID-Label oder ein robuster Behälter-Tag genügt oft für die gesamte Lebensdauer eines Produkts oder Ladungsträgers.
Viele RFID-Labels überstehen mittlerweile sogar extreme Bedingungen wie Waschprozesse, starke Verschmutzungen oder Temperaturen von über 100 °C – und das ganz ohne erneutes Austauschen oder Neudrucken. Bei üblichen Barcode Etiketten ist die Lebensdauer meist bei der ersten optischen Beschädigung erloschen.
Besonders ecofriendly: Es gibt bereits RFID-Labels, die aus recycelten Materialien bestehen oder sich einfacher recyclen lassen.
Sustainability durch Prozessverbesserung
RFID kann mehr als nur Kennzeichnen. Durch die digitale, automatische Erfassung können Fertigungsanweisungen und Auftragsdaten direkt über RFID gesteuert werden – papierlos!
Das bedeutet:
- Kein ständiges Drucken und Verteilen von Fertigungspapieren mehr
- Weniger administrative Fehler
- Mehr Transparenz in der Produktion
- Eine bessere Energiebilanz durch effizientere Abläufe
Kurz gesagt: weniger Ressourcenverbrauch, weniger Fehler, mehr Nachhaltigkeit.
Vermeidung von Materialverlusten und Nachproduktion
Ein oft unterschätzter Punkt im Bereich Sustainability ist der Verlust von Materialien und Produkten im Produktionsprozess. Verlorene Teile führen nicht nur zu Mehrarbeit, sondern auch zu Energieverschwendung durch unnötige Nachproduktionen.
Ein Use Case, der mich zu diesem Beitrag geführt hat: Nachhaltigkeit in der Gießerei
In einer Gießerei, die auf große Blocklager setzte, war es lange üblich, dass jährlich hunderte Gussteile einfach „verschwanden“. Nicht etwa, weil sie gestohlen wurden – sondern weil sie im unübersichtlichen Lager nicht mehr auffindbar waren und Liefertermine näher rückten. So wurde aus Zeitgründen schnell nachproduziert anstatt weitergesucht.
Die Folge: teure und energieintensive Nachproduktionen.
Durch die Einführung eines RFID-gestützten Lagererfassungssystems änderte sich das Bild schlagartig:
- Teile konnten auf die Gasse genau lokalisiert
- Die Transaprenz im Lager stieg erheblich
- Nachproduktionen gingen massiv zurück
Das Ergebnis: eine deutlich bessere Energiebilanz, geringerer Ressourcenverbrauch und eine spürbare Entlastung der Umwelt – und das alles durch den smarten Einsatz von RFID.
Fazit: Umweltschutz kostet nicht immer Geld
RFID wird oft nur unter Effizienz- oder Kostenaspekten betrachtet – dabei leistet es im Hintergrund einen wertvollen Beitrag für ecofriendly Produktions- und Logistikprozesse.
Weniger Papier, langlebige Kennzeichnung, reduzierte Verluste: Viele kleine Verbesserungen, die sich in der Summe zu einem echten Umweltschoner entwickeln können.
Und genau hier setzt unsere Beratung an: Wir helfen dabei herauszufinden, wo RFID im Unternehmen nicht nur Prozesse verbessert, sondern auch Nachhaltigkeitsziele aktiv unterstützt – gemeinsam mit unserem starken Partnernetzwerk für die jeweils passende Lösung.


