Leitfaden: In 7 Schritten zur digitalen Produktion

1. Papierbasierte Prozesse identifizieren

Der erste Schritt auf dem Weg zur digitalen Produktion ist die gründliche Analyse bestehender papiergestützter Abläufe. Viele Prozesse laufen noch analog, z. B.:

  • Arbeitsanweisungen in Papierform
  • Qualitätskontrollen mit handschriftlichen Protokollen
  • Manuelle Bestandsaufnahmen
  • Wartungsprotokolle auf Laufzetteln

Diese Prozesse sind fehleranfällig, langsam und oft schwer nachvollziehbar. Die Digitalisierung dieser Abläufe bietet enormes Potenzial zur Steigerung der Effizienz und Datenqualität.

Wissen Sie, wo Ihre größten Effizienzverluste entstehen? Wir analysieren Ihre Prozesse gemeinsam – individuell und praxisnah.

2. Bestehende Systeme und Datenquellen analysieren

Welche ERP-, MES- oder QM-Systeme sind bereits im Einsatz? Welche Daten liegen schon digital vor – und wo besteht Nachbesserungsbedarf?

Wichtige Fragen in diesem Schritt:

  • Lassen sich bestehende Systeme integrieren?
  • Gibt es Medienbrüche in den Arbeitsabläufen?
  • Wie ist die Qualität der bestehenden Daten?

Je besser Ihre Datenbasis, desto stärker der Nutzen digitaler Prozesse.

3. Schwachstellen erkennen und Potenziale entdecken

Wo entstehen heute Verzögerungen, Fehler oder Mehraufwand? Wo kann durch Automatisierung oder Echtzeitdaten Effizienz gewonnen werden?

Beispiele für typische Schwachstellen:

  • Verlorene oder unleserliche Laufzettel
  • Falsche oder verspätete Eintragungen bei Qualitätsprüfungen
  • Ungenaue Bestandsführung
  • Manuelle Wartungsdokumentation, die schwer zugänglich ist

Hier können digitale Technologien wie RFID besonders effektiv eingesetzt werden:

  • RFID-Tags an Werkstücken, Maschinen oder Materialien ermöglichen automatische Identifikation und Datenerfassung.
  • RFID-Reader übertragen Daten in Echtzeit – ganz ohne manuelle Eingriffe.
  • Fehlerreduktion: Automatisierte Prozesse minimieren menschliche Fehler.
  • Live-Tracking: Werkstücke, Materialien und Maschinenzustände sind jederzeit nachvollziehbar.

4. Digitale Lösungen evaluieren – z.B. RFID

Nutzen Sie Technologien wie RFID für automatische Erfassung von Produktionsdaten, Beständen oder Wartungsaktivitäten – ganz ohne Papier.

  • In der Produktion: Werkstücke mit RFID-Tags durchlaufen die Fertigung automatisch trackbar.
  • In der Qualitätskontrolle: Erfasste Daten werden direkt mit den Sollwerten abgeglichen – inklusive automatisierter OK/NOK-Entscheidungen
  • In der Bestandsführung: Lagerbewegungen und Materialverbräuche werden in Echtzeit dokumentiert.
  • In der Wartung: RFID-gestützte Sensoren erkennen Anomalien frühzeitig, z.B. Vibration oder Überhitzung – ideal für Predictive Maintenance.

5. Integration in bestehende Systeme planen – mit GRAIDWARE®

Die besten Tools nützen nichts, wenn sie nicht ins große Ganze passen. Achten Sie auf Schnittstellen zu Ihrem ERP- oder MES-System. So funktioniert die Integration:

  • Datenerfassung: RFID-Tags & Sensoren liefern Rohdaten (z.B. Status, Standort, Zustand)
  • Datenübertragung: Unsere Middleware GRAIDWARE® empfängt die Daten direkt von den Lesegeräten – z.B. per API oder OPC UA.
  • Verarbeitung: GRAIDWARE® übergibt die Daten automatisiert an Ihr ERP- oder MES-System, welches die Daten mit den relevanten Modulen (z.B. Lager, Produktion, Qualität) verknüpft.
  • Automatisierung: Prozesse wie Bestandsaktualisierung, Produktionsfreigaben oder Wartungsplanung werden automatisiert ausgelöst.

6. Mitarbeiter frühzeitig einbinden

Ohne Akzeptanz keine Digitalisierung. Häufig scheitern Digitalprojekte nicht an der Technik, sondern an der fehlenden Einbindung der Belegschaft. Diese Maßnahmen sind entscheidend:

  • Frühzeitige Kommunikation: Erklären Sie Sinn & Nutzen der Veränderungen
  • Pilotprojekte: Kleine Tests schaffen Vertrauen & praktische Erfahrungen.
  • Schulungen: Einfach bedienbare Systeme und praxisnahe Trainings führen zum Erfolg.
  • Feedback einholen: Mitarbeitende kennen Schwachstellen am besten.

7. Kennzahlen definieren und Erfolge messen

Definieren Sie klare KPIs, um den Erfolg Ihrer digitalen Produktion zu bewerten und zu optimieren. Folgende Kennzahlen helfen bei der Bewertung:

Kennzahl

Bedeutung

Fehlerquote

Weniger Übertragungs- und Eingabefehler durch automatische Erfassung

Nacharbeitsaufwand

Sinkt durch präzisere Daten und klare Dokumentation

Prozesszeitersparnis

Schnellere Abläufe durch direkte Datenverfügbarkeit

Produktivität

Höherer Output durch effizientere Prozesse

Reaktionsgeschwindigkeit

Echtzeitdaten ermöglichen sofortiges Eingreifen

Stillstandszeiten

Frühzeitige Wartung minimiert Ausfälle

Bestandsgenauigkeit

Automatisierte Erfassung erhöht die Transparenz

Papierverbrauch

Einsparung durch vollständige digitale Dokumentation

Mitarbeiterzufriedenheit

Weniger Routinearbeit, mehr Fokus auf Wertschöpfung

Fazit: Produktion digitalisieren – Schritt für Schritt zur papierlosen Fertigung

Die Digitalisierung der Produktion ist kein einmaliges Projekt, sondern ein strategischer Transformationsprozess. Doch mit einem klaren Fahrplan – wie dieser Checkliste – wird der Weg übersichtlich und umsetzbar.

Ob Sie einzelne Prozesse verbessern oder Ihre gesamte Fertigung digital transformieren möchten: Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um den nächsten Schritt zu gehen. Wir begleiten Sie vom ersten Workshop über Pilotprojekte bis zur vollständigen Systemintegration – inklusive passender Hard- und Software.

Sprechen Sie mit uns!

Lösungen für Ihre Branche und Ihre Prozesse stellen wir Ihnen gerne vor. Sprechen Sie mit den Spezialisten für den Mittelstand.

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Viktor Wagner
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