SIGMA: Sie sprechen von einem "virtuellen Proof of Concept". Können Sie uns erklären, wie dieser abläuft und welche Vorteile er bietet?
Michael Kaiser:
Ein virtueller Proof of Concept ermöglicht es uns, RFID-Implementierungen zu simulieren, bevor physische Tests stattfinden. Mithilfe von Simulationstools können wir bereits in einer frühen Projektphase Aussagen über die Machbarkeit und mögliche Herausforderungen treffen. Dies spart Zeit und Kosten, da viele potenzielle Probleme erkannt werden, bevor in Hardware investiert wird.
Von der richtigen Hardware bis zur Softwareintegration
SIGMA: Ein wichtiger Faktor bei RFID-Implementierungen ist die Wahl der passenden Hardware. Inwiefern unterstützt Ihr Testcenter Integratoren dabei, die optimale Kombination aus Tags, Antennen und Readern zu finden?
Michael Kaiser:
In unserem Testcenter stehen verschiedenste RFID-Tags, Antennen und Reader zur Verfügung. Wir führen Messungen durch, um herauszufinden, welche Kombination für die spezifischen Anforderungen eines Kunden am besten geeignet ist. Dabei berücksichtigen wir Faktoren wie Umgebungsbedingungen, Materialeigenschaften und notwendige Lesereichweiten. Auch können unterschiedliche Software-Konfigurationen getestet und Lese-Algorithmen überprüft werden.
SIGMA: In Ihrem Testcenter werden auch RFID-Tags und deren Eigenschaften detailliert vermessen. Welche Faktoren spielen hierbei eine Rolle, und welche Unterschiede gibt es je nach Produkt oder Ladungsträger?
Michael Kaiser:
Die Auswahl des richtigen RFID-Tags hängt von vielen Faktoren ab – darunter Material des Ladungsträgers, Umgebungseinflüsse und benötigte Lesereichweite. Wir analysieren, welche Tags unter bestimmten Bedingungen die besten Ergebnisse liefern und wie sich verschiedene Lesestärken auf die Performance auswirken.
SIGMA: Neben der reinen Technologie ist auch die Software ein entscheidender Bestandteil einer RFID-Lösung. Welchen Mehrwert bietet das Testlabor im Hinblick auf die Software-Lösung des Integrators, also zum Besp. GRAIDWARE wie es im Falle der SIGMA ist?
Michael Kaiser:
Unser Integrationspartner SIGMA bietet für solche Testreihen eine zentrale Softwareplattform „GRAIDWARE“ für die Steuerung und Analyse der RFID-Systeme. Sie ermöglicht eine nahtlose Integration verschiedener Hardware-Komponenten und bietet umfangreiche Möglichkeiten zur Datenerfassung und -verarbeitung. Im Testcenter setzen wir Softwarekomponenten gezielt ein, um Kunden die spätere Implementierung so einfach wie möglich zu machen.